PSYCHOTHERAPIEFORSCHUNG

PSYCHOTHERAPIE-FORSCHUNG

EFFEKTIVE LÖSUNGEN DES 21. JAHRHUNDERTS

Unsere Forschungsprojekte sind wegweisend, da sie einen direkten Einfluss auf die psychotherapeutische Versorgung und die Lebensqualität von Patient*innen haben. Die Projekte repräsentieren das Engagement der MEU, innovative Lösungen in der Psychotherapieforschung des 21. Jahrhunderts zu entwickeln. Die Forschungsarbeit an der MEU zeichnet sich durch einen starken Praxisbezug aus. Sie konzentriert sich auf die Entwicklung und Anwendung innovativer, digitaler Ansätze, die die psychische Gesundheit unserer Gesellschaft verbessern. Ziel ist: Nicht nur theoretisches Wissen zu generieren, sondern auch effektive Lösungen für reale Herausforderungen in der psychotherapeutischen und psychosozialen Versorgung zu entwickeln. Unsere Forschungsschwerpunkte umfassen die Klinische Psychologie, psychotherapeutische Versorgungsfragen und digitale Psychotherapie (z.B. Virtual Reality Anwendungen und Videosprechstunden).

INNOVATIVE ANSÄTZE ZUR VERBESSERUNG PSYCHISCHER GESUNDHEIT

Das 21. Jahrhundert bringt für die Psychotherapie neue Chancen und Herausforderungen mit sich. Wir sind überzeugt: Die Integration moderner Technologien und digitaler Interventionen eröffnet neue Wege in der Psychotherapie. Patient*innen werden besser unterstützt und es wird ihnen effektiv geholfen. An der MEU ist die Forschungsarbeit darauf ausgerichtet, diesen Wandel zu gestalten und innovative Interventionsmethoden zu entwickeln. Wir setzen uns intensiv mit Fragen der Prävention, Psychotherapie und Rehabilitation auseinander. Dabei berücksichtigen wir die stetig wachsenden Möglichkeiten digitaler Interventionen, auch bekannt als E-Mental-Health. Unsere Forschungsergebnisse tragen dazu bei, die Psychotherapie effizienter und patient*innenorientierter zu gestalten. Sie sind von großer Bedeutung für Psychotherapeu*tinnen und psychotherapeutische Versorgungseinrichtungen, die neue Ansätze suchen, um ihre Patient*innen optimal zu unterstützen und ihre Lebensqualität zu verbessern.

POSITIVE WECHSELWIRKUNG IM THEORIE-PRAXIS-TRANSFER

Unsere Kooperationen fördern eine positive Wechselwirkung in allen unseren Arbeitsbereichen. Die DIPLOMA Hochschule, die MEU und das MAPP-Institut arbeiten eng zusammen. Außerdem bestehen Forschungskooperationen mit Universitäten, wie beispielsweise mit der Universität Bern, der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OvGU). Praxisorientierte Forschung bedeutet für uns: Zugang von Forschungsergebnissen für Studierende und Psychotherapeut*innen in Ausbildung. Unsere Zusammenarbeit umfasst den gesamten Bildungsbereich. Sie gewährleistet einen effektiven Theorie-Praxis-Transfer und schafft Synergien in der anwendungsbezogenen Forschung, akademischer Lehre sowie der Aus- und Weiterbildung von Psycholog*innen und Psychotherapeut*innen.

AKTUELLE FORSCHUNGSPROJEKTE

VIDEOBASIERTE AMBULANTE PSYCHOTHERAPIE (VIP)

Unser aktuell laufendes Forschungsprojekt zur videobasierten ambulanten Psychotherapie (VIP) ist ein Meilenstein unserer Forschungsarbeit. Unter Leitung von Forschungsdirektor Prof. Dr. Michael Spaeth untersuchen wir die Wirksamkeit bestimmter Bereiche der digitalen Psychotherapie auf ihre praktische Anwendbarkeit und Wirksamkeit im realen psychotherapeutischen Setting. Es handelt sich um ein Drittmittelprojekt in Kooperation mit der AOK Sachsen-Anhalt.

Die Doktorandinnen Julia Rosenbaum (M.Sc. Psychologin) und Jana Schneider (M.Sc. Psychologin) untersuchen, ob und inwiefern zukünftig die videobasierte die präsenzbasierte ambulante Psychotherapie ergänzen kann, um psychotherapeutisch unterversorgte Regionen und Personengruppen besser zu erreichen. Die Doktorand*innen werden durch Prof. Dr. Michael Spaeth supervidiert. Sie absolvieren ihr Promotionsverfahren in Kooperation mit der Universität Bern unter der Leitung von Prof. Thomas Berger, einem international führenden Forscher im Bereich der digitalen Psychotherapie. Die Ergebnisse sollen ein aktuelles Bild der derzeitigen praktischen Anwendung von Videotherapie zeichnen. Es werden Ansatzpunkte für den gezielten Einsatz von videobasierten Psychotherapien mit dem Ziel einer effektiven und zugleich effizienten Psychotherapie des 21. Jahrhunderts aufgezeigt.

Das Projekt VIP gliedert sich in die Studienbereiche VIP-VR, VIP-GROUP und VIP-USE.

VIP-VR
VIP-GROUP
VIP-USE

VIP-VR

Virtual Reality in der ambulanten psychotherapeutischen Behandlung von Ängsten

Die VIP-VR-Studie untersucht die Anwendbarkeit und Wirksamkeit der Virtual-Reality-Expositionstherapie (VRET) in einem ambulanten psychotherapeutischen Setting in Deutschland. Wir kombinieren quantitative Umfragen und qualitative Interviews durchgeführt mit Psychotherapeut*innen und Patient*innen, um Erkenntnisse über die Machbarkeit, Akzeptanz und Effektivität von VRET zu gewinnen.

Die Ergebnisse werden dazu beitragen, relevante Faktoren und Empfehlungen für die Integration von VR in die klinische Praxis zu identifizieren. Zudem werden die wahrgenommenen Vor- und Nachteile des Einsatzes von VR für Therapeut*innen und Patient*innen beleuchtet. Die VIP-VR-Studie ist ein wichtiger Schritt in der Erforschung und Implementierung von innovativen Psychotherapieansätzen unter Verwendung von Virtual Reality.

Studienkoordinatorin: M.Sc. Psych. Julia Rosenbaum

Infos für PIAS
Flyer VIP-VR
Julia Rosenbaum
Infos für Patient*innen
Infoveranstaltung für PIAS
Flyer VIP-GROUP
Jana Schneider

VIP-GROUP

Videobasierte Gruppentherapie zur Behandlung von Depressionen

Mit VIP-GROUP erforschen wir randomisiert-kontrolliert die Effektivität von videobasierter Gruppenpsychotherapie zur Behandlung von Depression. In sechs deutschen Städten erheben wir Daten: Magdeburg, Halle an der Saale, Lutherstadt Wittenberg, Hannover, Berlin und Dresden. Rund 400 Erwachsene mit depressiver Episode nehmen an der Studie teil und erhalten kognitive Verhaltenstherapie in Form einer ambulanten Gruppentherapie. Dabei interessiert uns der detaillierte Symptomverlauf der Patient*innen sowie die wahrgenommenen Gruppenwirkfaktoren und wie sich diese in der Videobedingung im Vergleich zur herkömmlichen Präsenzgruppe vor Ort verhalten.

Als erste in dieser Größe angelegte Nicht-Unterlegenheitsstudie zur Wirksamkeit von Gruppentherapie per Video möchten wir Einblicke in die Effektivität und Umsetzbarkeit der videobasierten Gruppentherapie ermöglichen. Diese Ergebnisse können maßgeblich zur Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung von Menschen mit Depression beitragen.

Studienkoordination: M.Sc. Psych. Jana Schneider

VIP-USE

Videosprechstunde in der ambulanten Psychotherapie

Die VIP-USE-Studie ermöglicht die Entwicklung von Strategien, um den erfolgreichen Einsatz der videobasierten Psychotherapie in der klinischen Praxis zu fördern. Die VIP-USE-Studie untersucht die Praktikabilität und Erfahrungen im Zusammenhang mit der videobasierten Psychotherapie. Im ersten Teil dieser Studie lag der Fokus auf der Erstellung eines Fragebogens zur Erfassung von Erfahrungen, Umständen und Hindernissen im praktischen Einsatz der videobasierten Psychotherapie während der COVID-19-Pandemie aus Sicht von niedergelassenen Psychotherapeut*innen in den OPK-Ländern (außer Berlin). Ziel war es, Erkenntnisse zu gewinnen, die die gezielte Gestaltung von Fortbildungsprogrammen und Unterstützungsmöglichkeiten für Psychotherapeut*innen in Deutschland ermöglichen, um die Verbreitung der videobasierten Psychotherapie effektiver zu gestalten.

Der zweite Teil der Studie (VIP-USE II) befasst sich mit den Erfahrungen niedergelassener Psychotherapeut*innen im Zusammenhang mit der Videosprechstunde, insbesondere nach den Pandemiebeschränkungen. Dabei wird untersucht, ob die Videosprechstunde als gleichwertige Alternative zur Präsenztherapie betrachtet wird und wie sie die ambulante Psychotherapie auf verschiedenen Ebenen verändert.

Studienkoordination: M.Sc. Julia Rosenbaum

Veröffentlichung
Julia Rosenbaum

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